Beitrag

Juni 2025

Anfanggasse - Hirschstettner Wäldchen

Obwohl sich die Stadtgärtner bemüht haben, den mit Müll zugewachsenen Bunker unter der urwaldartig bewachsenen Waldfläche zuzuschütten und die beiden Zugänge unter Erdhügeln zu verstecken, sind die beiden Abgänge als Zeitzeugen wieder zum Vorschein gekommen.

Von diesen alten Bunkeranlagen gab es im (entfernteren) Umkreis zum Flugplatz Aspern mehere. Ein weiterer bestand am Rande des Hirschstettner Parks nahe der Stadlauer Straße beim Krautgarten. Dieser wurde etwa zur gleichen Zeit, wie der in der Anfanggasse zugeschüttet, als der Park zum Krautgarten hin erweitert wurde. Allerdings wurden dort die Eingänge abgetragen und keine Hügel angelegt.
All diese Stellungen waren L-förmig angelegt und bestanden stets aus einem langen und einem kurzen Gang. Die rechtwinkeligen Durchgänge waren kaum breiter als die noch sichtbaren Zugänge. Die Stiegenabgänge waren nicht sehr lang, sodass die Betondecke samt deckender Erdschicht nicht sehr dick sein konnte. Die meisten in den 1970 Jahren noch zugänglichen unterirdischen Gänge waren recht kurz angelegt, so dass diese durch Tageslicht (gut) beleuchtet waren. Vermutlich war der lange Tunnel in der Anfanggasse in den 1970er Jahren nicht mehr durchgängig.
Genutzt wurden diese zur Luftraumüberwachung für den Flugplatz Wien-Aspern, den Funkern diente der Unterstand vermutlich als Splitterschutz. Über die Nutzung dieser Schutzräume durch Zivilbevölkerung liegen keine Infos vor.

db_bilder/400/hi_ststr_bau--20250601_1026-1942.pngdb_bilder/400/hi_schloss--20200722-404166.png
db_bilder/400/hi_ststr--20190911-404121.pngdb_bilder/400/hi_anfanggasse-park--20150607-001.png
db_bilder/400/hi_anfanggasse--201406015-006.pngdb_bilder/400/hi_anfanggasse--201406015-012.png