An der Sonnenallee nahe dem Bahnhof Aspern-Nord thematisiert das Monument von Christian Odzuck Transfer
die enorme Veränderung an dem geschichtsträchtigen Ort.
Einst wilde Aulandschaft der Donau, später Teil des Schlachtfeldes gegen Napoleon, Ausläufer des modernsten Flughafen Europas, viele Jahre ertragreicher Boden zur Ernährung der Wiener Bevölkerung wird nun zu Ödland und später zur Wohnlandschaft.
Auf fruchtbarem Boden wird ein Betonfundament errichtet, dieses trägt den Rohbau eines durchsichtigen Gebäudekomplexes, der zur Bekrönung der Dachterrasse mit Kunststoffrasen und Palmenimitation geschmückt wird.
(Ausführung auf Einladung von KÖR - Kunst im öffentlichen Raum)
Der Gemeinderatsausschuss beschließt 460 Million Euro aus der Stadtkasse in die Errichtung der Stadtstraße zwischen Seestadt und Anschlussstelle Hirschstetten (A23) zu investieren, obwohl viele Experten dieses Projekt für überholt und nicht nachhaltig im Sinne des Klimaschutzes bezeichnen.
Die geplante Trasse verläuft von der Seestadt (Anschluss zur Lobauautobahn) entlang der Ostbahn vorbei am Stadtentwickungsgebiet Bahnfeld-Heidjöchl unterquert die Hausfeldstraße inkl. ÖBB und U-Bahn, taucht im Stadtentwicklungsgebiet Hausfeld kurz auf und verläuft im Tunnel unter der Emichgasse und den Blumengärten zur Spargelfeldstraße mit Zufahrtmöglichkeit von der Quadenstraße (Am Friedhof). Aus dem Tunnel geht es ansteigend vorbei an Pfarre, Kindergarten und Wohnhäusern über die Süßenbrunner Straße zur A23-Südost-Tangente.
Gegen die Verkehrspolitik der 1960er Jahre wendet sich Fridays for Futur mit einer Rad-Demo von Aspern-Nord Richtung Lobau. Sie fordern einen sofortigen Stopp aller Vorbereitungen und den Schutz des Naturparadieses Lobau.
Im Zuge des UVP-Verfahrens zur Errichtung des Autobahnabschnitts S1 - Schwechat - Groß Enzersdorf beraumt die Wiener Landesregierung eine mündliche Verhandlung an.
Parteien und sonstige Beteiligten, die bei der Verhandlung eine Wortmeldung abgeben wollen, müssen sich um 9:00 in eine Rednerliste eintragen.
Beginn der Verhandlung: 9:30
Ort der Verhandlung: Eventhalle Multiversum, Schwechat
Experten für Verkehr, Wasserrecht, Umwelt- und Klimaschutz sehen dieses Projekt als nicht mehr zeitgemäß und fordern die Investition der derzeit projektierten Kosten von ~ 2 Milliarden Euro in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs.
Die Mobilitätswende ist bereits in zahlreichen Bezirken mit gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsmitteln erkennbar, die Zahl der Autos im Vergleich zur Einwohnerzahl ist rückläufig.
Mit Wettbewerben und Bürgerbeteiligung sucht die Stadt innovative Projekte, um die Klimaerwärmung in der Stadt abzufedern. Dabei werden coole Straßen
mit Wasserspielen medial in Szene gesetzt, kleine Parks zu Klimaoasen
hochstilisiert und weitere Projekte unterstützt. Das Investitionsvolumen von 100 Millionen Euro soll Wien zur Klimamusterstadt befördern.
Außerdem hat der Gemeinderat nur für die Donaustadt 460 Millionen Euro für die Errichtung einer coolen Straße
beschlossen. Dieser vierspurige Klimaturbo
über fruchtbare landwirtschaftliche Flächen und durch Wohnsiedlungen wird das Erreichen der Klimaziele nachhaltig beschleunigen.
Zahlreiche Umweltschutzorganisationen protestieren gegen die aktuelle Klimapolitik und fordern nachhaltiges Agieren in den Mobilitätskonzepten. Beton, versiegelter Ackerboden, Autobahn- und Straßenbauprojekte, sowie Verbrennungsmotoren und Treibstoffförderung gehören nicht dazu. Gefordert wird mehr Platz für den Menschen und alternative Verkehrsmittel.
Treffpunkt: Industrieellenvereinigung Schwarzenbergplatz 13:00
weitere Stationen: Rathaus, Zentrale der Asfinag, Klimaministerium
Die Fahrrad- und Fußgängerdemo Verkehrswende jetzt > für nachhaltige Mobilitätskonzepte und mehr Klimaschutz statt Autobahnbau und Naturzerstörung führt vom Praterstern zum geplanten Anfangspunkt der Stadtstraße nahe der A23 Hirschstetten und zur vorgesehenen Abzweigung der Lobauautobahn in Süßenbrunn.
Mehr als 1500 Radler bilden den Demonstrationszug am Welttag des Fahrrades vom Praterstern - Lassallestraße - Reichsbrücke - Wagramer Straße - Erzherzog Karl Straße - Stadlauer Straße - Hirschstetten Schlosspark - Anfanggasse - Spargelfeldstraße - Breitenleer Straße - Oleandergasse - Friedhofweg - Süßenbrunn - Brücke über die S2 Wiener Nordrand Schnellstraße
Wegen Verlegungsarbeiten eines zweiten Gleises ist die Eisenbahnkreuzung Telefonweg gesperrt. Eine beschilderte Umleitung ist eingerichtet, Fußgänger können die provisorische Brücke nutzen.
Änderungen im Fahrplan Aspern Nord - Marchegg sind notwendig und werden online bereitgestellt.
Wegen Bauarbeiten ist die Eisenbahnkreuzung Schafflerhofstraße gesperrt. Eine beschilderte Umleitung ist eingerichtet. Fußgänger müssen zur provisorischen Brücke am Telefonweg ausweichen.
Änderungen im Fahrplan Aspern Nord - Marchegg sind notwendig und werden online bereitgestellt.
Die Bundesministerin für Infrastruktur Leonore Gewessler (Grüne) lässt alle Straßenbauprojekte des ASFINAG-Bauprogramms stoppen und auf deren Klimaverträglichkeit prüfen. Die Ergebnisse der Prüfung sollen im Herbst vorliegen.
Davon betroffen sind auch die S1 Süßenbrunn - Groß Enzersdorf, der S1 Lobautunnel, die S1-Spange Aspern und möglicherweise die Stadtstraße.
5000 Teilnehmer ziehen durch die Stadt und machen auf den Klimawahnsinn und die Zerstörung der letzten Donauauen aufmerksam. Zahlreiche Verkehrs- und Klimaexperten fordern eine Mobilitätswende und eine Abkehr von Verkehrspolitik aus den 1970er Jahren.
Das Nordbahnviertel ist eines der größten Stadtentwicklungsgegbiete in Wien. In den nächsten Jahren entsteht nicht nur Wohnraum für mehr als 40.000 Menschen, sondern Lebensraum mit hoher Qualität. Dafür sorgt auch ein neuer Klima-Boulevard auf der Bruno-Marek-Allee mit Grünflächen, Bäumen und breiten Gehsteigen.
Ähnliche Worte sind den Bewohnern des Vorzeigeprojekts Seestadt in Erinnerung. Das Projekt Seestadt wurde 2008 offiziell vorgestellt, die Planungen gehen aber Jahrzehnte zurück, der Start wurde mehrfach verschoben und das Gebiet sollte längst vollständig besiedelt sein.
Bei vielen Bauprojekten ist die Klimaentwicklung bereits berücksichtigt, aber am Gesamtkonzept sind die Veränderungen kaum sichtbar/spürbar. In zahlreichen Wohnungen steigt die Temperatur auf weit über 30°C, die Asphalt- und Betonoberflächen der Flaniermeilen erreichen fast 50°C.
JA es gibt zahlreiche kleine lokale Initiativen, um das Leben in der Stadt erträglich zu machen, aber gleichzeitig werden große Flächen versiegelt, riesige Betonfelder zwischen Wohnbauten angelegt und Schnellstraßen für noch mehr CO2-Ausstoß errichtet.
JA, die als autofreie Seestadt, mit ihren kurzen Wegen, bekommt nun einen Autobahnanschluss. Zahlreiche hochrangige Stadtverantwortliche bestehen darauf, dass Milliarden an Steuergeldern in Projekte investiert werden, die nachweislich die Erderwärmung fördern.
Klimastadtrad Czernohorszky berichtet im Wien-Heute Interview, wie vorbildlich die Klimastrategie der Stadt ist:
... die Seestadt Aspern ist ein gutes Beispiel, wir haben zuerst die U-Bahn geschaffen, mehrere Straßenbahnlinien und einen See und dann mehrere Wohnungen und weiteres ist in Zukunft geplant ... es bringt dem Klima nichts, wenn wir den Schwerverkehr weiterhin durch Wien lassen
... daher ist der Lobautunnel die Lösung.
Obwohl der Amtsführender Stadtrat für Klimaschutz, Umwelt und Demokratie die Seestadt im Juni 2020 zur Dachgleichenfeier des Bildungscampus und zahlreichen weiteren Presseterminen besucht hat, ist ihm nicht aufgefallen, dass es in der Seestadt gar KEINE Straßenbahn gibt. Leider ist auch bei der Reihenfolge der Seestadteröffnungen ein Irrtum passiert: zuerst wurde das IQ-Aspern, dann die U-Bahn eröffnet und später kamen die ersten Bewohner.
JA aber in einem Punkt hat der Stadtrat recht, die Klimaziele (CO2-Neutralität in Wien bis 2040) können nicht erreicht werden, wenn der Schwerverkehr weiterhin durch Wien zieht. Aber ihn genau an der Grenze zum Wiener Stadtgebiet vorbeiziehen zu lassen wird die Erderwärmung auch nicht einbremsen! Ist es wirklich die Aufgabe eines Umwelt- und Klimastadtrates eine mögliche Gefährdung eines Naturschutzgebietes zuzulassen, keine umfassenden Maßnahmen zur Erreichung des Klimaabkommens umzusetzen und stattdessen für die Versiegelung von landwirtschaftlichen Flächen und Autobahnbau einzutreten?
Die MA28 möchte die Arbeitszeiten zur Errichtung der autobahnähnlichen Stadtstraße erheblich ausdehnen, obwohl das Bundesverwaltungsgericht bei den Auflagen zur UVP strenge Richtlinien zum Schutz der Anrainer festgesetzt hat.
Laut Berechnungen des Verkehrsclubs ist die Umweltbelastung (CO2) mit Lobautunnel geringer als ohne.
Blicken wir kurz zurück zur Eröffnung der A23 - Südosttangente 1970. Es gab 3 Spuren in jede Fahrtrichtung. In der Zwischenzeit wurde die Donaubrücke auf 5 Spuren je Richtung erweitert, laut obiger Aussage müsste sich der CO2-Ausstoß reduziert haben?! Baut man nun von derzeit 10 Spuren auf 14 Spuren aus kommt es zu weiteren CO2-Reduktion.
Wie viele Spuren sind eigentlich notwendig, um die Umweltbelastung auf NULL zu senken?