Nun werden die Arbeiten in der Murraygasse zwischen Wirtschaftsweg und Quadenstraße fortgesetzt. Der Boden wird im Bereich der neu zu verlegenden Kanalrohre mit einer Zementlösung durchspült, dadurch verfestigt und gegen das Grundwasser abgedichtet. Auch die Anschlussstellen Markweg und Quadenstraße werden vorbereitet.
Die Arbeiten in der Murraygasse verlagern sich nun zwischen Markweg und Quadenstraße. Auch in der Wiese nahe der Tabak Trafik wird gegraben und die Zementlösung in den Untergrund eingebracht.
Bei den Bodenstabilisierungsarbeiten wird ein Zementgemisch mit etwa 300 bar in den Untergrund verpresst, bis der Schlamm wieder die Oberfläche erreicht. Durch das langsame Aushärten wird der Boden gefestigt und das Grundwasser verdrängt.
Im Bereich Murraygasse/Schrebergasse verteilt sich das Zementgemisch großflächig unter den Gärten und gelangt, vermutlich über einen Putzschacht, in die Kanalisation der Siedlungshäuser. Nach zwei Monaten ist der Zementschlamm im Kanalrohr so weit ausgehärtet, dass der Abfluss vollständig verstopft wird. Das Abwasser sammelt sich zuerst in den Putzschächten in den Gärten und ergießt sich anschließend in die Keller.
Ohne sanitäre Anlagen sind die Siedlungshäuser kaum bewohnbar. Der Versuch die Verstopfung auszufräsen scheitert.
Eine bessere öffentliche Verkehrsanbindung der Seestadt fordert nun auch BV Nevrivy. Bald soll jeder U-Bahn-Zug bis zur Endstation Seestadt unterwegs sein. Auch die Straßenbahn Linie 25 soll bis zum Stadtentwicklungsgebiet verlängert werden und so für Entlastung der umliegenden Staustraßen sorgen.
Auch bei der Autobus Linie 24A wird nur jeder zweite Kurs bis zur Stadtgrenze in Neueßling geführt.
Die sanfte Methode das Rohr frei bekommen führt nicht zum Erfolg, also muss, das durch die Gärten verlaufende Kanalrohr ausgegraben und ersetzt werden.
Erst jetzt wird das Ausmmaß der Verstopfung sichtbar, mehrere Meter Rohrabgüsse werden geborgen. Fünf Gärten sind von der Grabung betroffen. Die Arbeiten und eingesetzten Baumaschinen hinterlassen massive Umgestaltungen in der Gartenlandschaft.
Die Vorarbeiten zum Ausbau der Ostbahnstrecke gehen zügig voran. Die Trasse des Ersatzgleises ist bereits vorbereitet, damit die Unterführungen Contiweg und Hirschstettner Straße bald errichtet werden können.
Nach der erfolglosen Bohrung 2011/12 im Bereich Essling, wird nun durch seismische Messungen weiter nach den heißen Wasservorräten gesucht. Die Forschung erstreckt sich über Floridsdorf, Donaustadt und das angrenzende Marchfeld.
Bei der Messung in Essling kommt ein Konvoi von drei Vibroseis-Fahrzeugen zum Einsatz. Alle zehn Meter werden von den Fahrzeugen über die Rüttelplatte Vibrationen unterschiedlicher Frequenzen ausgesandt. Mittels speziellen Mikrofonen, die entlang der Route ausgelegt sind, ein ca. 12 Kilometer langer Kabelstrang, werden die vom Untergrund reflektierten Signale aufgefangen und anschließend ausgewertet. Es soll ein Bild der Erdschichten errechnet werden.
Im Bereich Hausfeldstraße - Quadenstraße und Süßenbrunnerstraße nahe Breitenleer Straße sind ebenfalls Messleitungen ausgelegt.
Da Anrainer seit Wochen über Gasgeruch in der Spandlgasse klagen wird am Sonntag ab 2 Uhr nachts aufgegraben. Es wird festgestellt, dass das Rohr vermutlich durch Erschütterungen undicht wurde. Die Arbeiten dauern die ganze Nacht und den ganzen Tag bis das Rohr abgedichtet werden kann und die Baugruben wieder verschlossen werden.
Die Grube ist ausgehoben, das Baustahlgerüst eingebracht und die erste Schicht Beton lässt die Form des Sammelbeckens schon erkennen. Auch an den Zu- und Abflusskanälen wird fleißig gearbeitet.
Das neue Hebewerk wird mit zwei Schneckenpumpen ausgestattet, die Regenwasserpumpe arbeitet mit einer Förderleistung von 1.000 Liter pro Sekunde und die Schmutzwasserpumpe schafft bis zu 140 Liter pro Sekunde. Ein ausgeklügeltes Netz an Pumpstationen und Auffangkapazitäten des Rohrnetzes ermöglicht es die Abwasserströme optimal zur Hauptkläranlage in Simmering zu leiten.
Die Vorarbeiten auf der A23 zur Tunnelsanierung Stadlau und Hirschstetten haben bereits mit Jahresbeginn begonnen.
In den Nachtstunden und an den Wochenenden wird immer wieder die Fahrbahn Richtung S2 ab Stadlau auf eine Spur eingeengt.
Der Rückstau reicht oft bis weit über die Donau.
Die neue Brücke ist bereits begeh- und befahrbar. Noch gleicht die Umgebung einer Baustelle, manche Geländerteile fehlen noch, doch der Zugang zur U-Bahn U2 sowie Übersetzung der Bahnanlagen mit dem Fahrrad ist bereits möglich. Damit wird eine wichtige Nord-Süd Verbindung für Fußgänger und Radfahrer hergestellt.
Die Errichtung der U2 Trasse im Bereich Ostbahnbegleitstraße hat das Übersetzen der Bahn in weiten Bereichen unterbunden und ehemalige Übergänge geschlossen.
Die Infrastruktur in der Seestadt wird laufend ausgebaut. Neben U-Bahnanschluss und Autobus, zwar mit deutlich großzügiger gestalteten Intervallen als in der City, Leih- und Lastenrädern, Carsharing und Zentralgaragen, Bildungseinrichtungen gibt es auch schon zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten und Fachgeschäfte, die fußläufig gut erreichbar sind. Ferner kommen stets klimafreundliche, nachhaltige, sozial verträgliche, architektonisch interessant gestaltete Wohnhäuser dazu, die noch mehr Leben in die Seestadt bringen.
Diese smarte Infrastruktur endet allerdings an der Seestadtgrenze, denn außerhalb dieses Vorzeigegrätzels gibt es in Floridsdorf und Donaustadt weder Leihräder noch Carsharingangebote.
Das Abflussrohr vom neuen Pumpwerk in der Spandlgasse zum Bahndamm und weiter zum Contiweg mit einem Durchmesser von 1 Meter ist verlegt und teilweise schon unter dem Asphalt verschwunden.
Die Eisenbahnkreuzung Contiweg ist wieder frei befahrbar.
Der Frühling zieht ins Land und die Blumengärten öffnen wieder Ihre Pforten für die neue Gartensaison.
Außer der Bautätigkeit für den Bahnausbau Richtung Bratislava ist vom Projekt Wohnen für Generationen
neben der AHS Contiweg an der Hirschstettner Straße wenig zu sehen.