Nach wie vor passen das abwechslungsreiche Kabarettprogramm, Musikdarbietungen sowie weitere kulturelle Veranstaltungen zum kulinarischen Angebot des ehemaligen Jugendstil-Kinos, um das Publikum in die Steigenteschgasse 94B zu locken.
Nach dem Brand eines Silberpfeil-Wagens im Tunnel nahe dem Hauptbahnhof am 19. November, kann der Betrieb auf der gesamten U1-Strecke wieder aufgenommen werden.
Bei den meisten Straßenbauprojekten der Stadt Wien werden stets die positiven Klimaeffekte hervorgehoben und festgehalten wie viele Pflanzungen von (neuen) Bäumen die Neugestaltung erbracht hat. Nur in der Donaustadt werden für den Neu- und Umbau von Straßen hunderte Bäume, auch abseits der eigentlichen Bauzonen gerodet. Ersatzpflanzungen im Umkreis sind nicht zu finden. Daher überrascht es nicht, dass sogar die öffentlichen Daten der Stadt Wien bestätigen, dass es unterdurchschnittlich wenige Straßenbäume zur Kühlung der versiegelten Flächen gibt. Es sind 2,7 Bäume pro 100 Meter Straßenlänge.
Aber es gibt auch (kurze) Straßenabschnitte, vor Jahrzehnten saniert, mittlerweile mit Schatten spendenden Kronen überdeckt, die für angenehmes Klima sorgen.
Der Fahrplanwechsel bringt zusätzliche Züge im Nacht- und Frühverkehr. An Wochenenden sowie vor Feiertagen fährt die Schnellbahn S80 rund um die Uhr zwischen Hütteldorf und Aspern-Nord im 30 Minuten Takt. Außerdem wird das Frühangebot durch zwei (!) weitere Fahrten je Richtung erweitert.
Mit dem Ausbau der Verbindungsbahn wird ein durchgängiges 15 Minuten-Intervall in Aussicht gestellt.
Bei der medial sehr intensiv beworbenen Fahrplanänderung, die wohl wenigen Nachtschwärmern ein sicheres nach Hause kommen ermöglicht, wird leider vergessen, dass bereits in den 1980er Jahren auf der S80 tagsüber ein 20 Minuten-Intervall realisiert war und zwei Stationen in der Zwischenzeit nicht mehr eingehalten werden. Eine deutliche Verkürzung der Intervalle in den Spitzenzeiten, sowie die Verlängerung der Betriebsstrecke bis ins Marchfeld würde das Angebot für Pendelnde erheblich verbessern und den täglichen klimaschädigenden Stau auf den Einfallsstraßen reduzieren.
Weihnachtlich stehen die Arbeiten kurz still. Die Tunneldecke im Bereich Quadenstraße / Emichgasse ist (teilweise) hergestellt. Auch im Vorgarten
der Blumengärten Hirschstetten ruht die Oberflächengestaltung: eine neue Fahrbahn (mit Parkplätzen?) und nackte Erde bedecken den Betontunnel.
Obwohl der Tunnel im Untergrund erst noch ausgehöhlt werden muss, sprießt an der Oberfläche, der ehemaligen Baugrube das erste Grün.
Die Sackgasse beginnt an einem beschaulichen Grünbereich angrenzend an die Kleingartensiedlung am Feuerwehrweg mit Blick auf das ehemalige Fernheizwerk Donaustadt. Doch der Schein trügt, denn an diesem einsamen Platz betreibt der ÖAMTC seinen Stützpunkt Donaustadt mit der Nähe zur A23, S2 und Hirschstettner Straße.
MyPlace bietet Platz in seinem SelfStorage Lager an und Dehner lädt ein in sein großes Gartencenter mit unzähligen Bäumen, Pflanzen und Zubehör.
Mit der Querung der Hirschstettner Straße endet die Beschaulichkeit und die Franz-Fellner-Gasse öffnet sich zu einem mehrspurigem Asphaltband als Zubringer zur Stadtstraße.
Recht ruhig ist es im Ekazent Emichgasse hinter der riesigen Lärmschutzwand zur Baustelle der Stadtstraße. Verblieben sind nur mehr Wistl´s Cafe
, das Tortenhäuschen
und die Tierarzt-Ordination Thomas Worsch
. Die anderen Geschäftslokale stehen leer.
Neuen Schwung bringen Petra und Michael Morgen in das trostlose Ekazent hinter der Lärmschutzwand.
Mit der Übernahme des ehemaligen Wistl´s Cafes
startet das neue Team mit viel Elan in das neue Jahr. Drei Tage Eröffnungsparty soll dem Stammpublikum Kontinuität bieten und neue Gäste einladen. Viel Musik, Karaoke und Veranstaltungen soll das Grätzl beleben.
Die im Vorfeld der Baustelleneinrichtung beschriebene Deckelbauweise - wo Staub und Lärm im Untergrund bleiben, haben sich wohl viele Anwohnende anders vorgestellt.
Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse der Strategischen Prüfung des Bauvorhabens S1 - Schwechat – Süßenbrunn durch die TU-Wien und das BM Klimaschutz und Mobilität: Als Ergebnis der Untersuchung zeigt sich, dass die Umsetzung der S 1 in der im Bundesstraßengesetz vorgesehenen Variante in fast allen untersuchten Belangen den Alternativen unterlegen ist und es empfohlen wird, das gesamte Vorhaben aus dem Bundesstraßengesetz zu streichen
werden längst bekannte Argumente der wissenschaftlichen Untersuchung entgegengeschleudert.
Dabei zeigen die veröffentlichten statistischen Daten der Stadt Wien, dass das Auto nur für 26% der Befragten das beliebteste Verkehrsmittel darstellt. Etwa 3/4 der Wiener nutzen umweltfreundliche Fortbewegungsarten: 32% gehen zu Fuss, 32% nehmen die Öffis und 10% fahren mit dem Rad. Die Stadt Wien reagiert (innerstädtisch) auf diese veränderte Verkehrslast und begrünt nicht benötigte Parkplätze, schafft mehr Platz für zu Fussgehende und Radfahrende. Die ausgedehnte Parkraumbewirtschaftung (inkl. Kontrolle) motiviert tägliche Arbeitswege mit den Öffis zurückzulegen, die verkauften Jahreskarten haben sich seit 2002 fast verdreifacht.
Die Wiener Linien versuchen auch die neu entstehenden Stadtentwicklungsgebiete durch angepasste Linienführungen zu erschließen, allerdings wird oft vergessen, dass am Stadtrand auch Menschen wohnen deren Berufe nicht unbedingt den üblichen Bürozeiten folgen. Ein 15 Minuten Intervall in den Abendstunden der U2 in die Seestadt ist schon eine Zumutung!
Leider endet das grüne Herz der Stadtverantwortlichen am Donaustrom, denn die landwirtschaftlichen Anbaugebiete werden großflächig versiegelt, um die Errichtung von Anlegerwohnungen zu ermöglichen bzw. Transitrouten für LKW-Kolonnen bereitzustellen.
300.000 pendeln regelmäßig in die Stadt, jene die eine günstige öffentliche Verkehrsverbindung ins Umland haben, verstopfen sicherlich keine Straßen. Also kann der Stau durch weitere Öffis Angebote bis ins Umland leicht gelockert werden ;-)
Drei Jahre sind ins Land gezogen seit das Camp für mehr Umwelterhalt und weniger Versiegelung samt Pyramide durch die Polizei geräumt wurde. Der kleine Protestbereich ist zu einem riesigen Baustellen-Camp samt Lager angewachsen und der Gemeinde-Straßen-Tunnel zum Vorteil der Bezirksbewohner, ganz besonders der neuen Siedler am Hausfeld, unter Ost- und U-Bahn ist bereits gegraben.
Die Brückenbauarbeiten zur Anschlussstelle West an die Stadtstraße, die Errichtung der Straßenbahnbrücke der Linie 27, die Umgestaltung des Nelson-Mandela-Platzes vor der Station Aspern-Nord und die Vorbereitung neuer Baufelder verwandeln den nord-westlichen Bereich der Seestadt in eine weitläufige Schotterlandschaft.
Nach der Teilsperre der S-Bahn Linie S80 seit Jänner, wegen Sanierungsarbeiten, verkehren die Züge wieder planmäßig zwischen Aspern-Nord und Hauptbahnhof.
Am Abschnitt vom Hauptbahnhof nach Hütteldorf kommt es weiterhin bis Juni zeitweise zu Zugausfällen.