Schutzraum Hirschstetten - Baumann Alteisen

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Um 1970

Strahlenschutzraum - Zivilschutz in Hirschstetten

Gertrud und Hans Baumann errichten auf eigene Kosten auf ihrem Alteisenhof in der Hirschstettner Straße 87-89 zwei Schutzräume (Atombunker) und trainieren regelmäßig für den Ernstfall.

Der ORF berichtet darüber in der Sendung Panorama.

Info: Video (Teil 1 - ORF Panorama) vom 1970

Info: Video (Teil 2 - ORF Panorama)

Info: Video (Teil 3 - ORF Panorama)

Medienbericht: Der Standard vom 03.01.2010

Medienbericht: Zivilschutz = Protection civile = Protezione civile vom 03.01.1973

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Um 1976

Jugendbetreuung - Zivilschutz

Der Zivilschutzpionier und Alteisenhändler Hans Baumann bietet der Jugend Entfaltungsmöglichkeiten und versucht sie für sein Zivilschutzprojekt zu gewinnen.

Wolfgang W. berichtet:
1976 habe ich dort viel Zeit verbracht. Ich war 13, und drei Freunde waren auch dabei. Der Herr Baumann hat uns zu Zivilschutzpionieren gemacht. Wir haben einen Tag in der Woche sozusagen mitgespielt, aber viel spannender waren die Teile, die dort rum standen. Autos, alte Spielautomaten, ein Motorroller - Sissy von Lohner? Jedenfalls hat den ein anderer Junge repariert und ist dort damit rum gefahren. Wir durften dort Räume benutzen. Da stand auch viel Zeug rum. Er hat uns einfach gewähren lassen.

Der Einzige der ein wenig ein Auge auf uns hatte, war "Knoppi", der Mann, der auch im Video vorkommt und Baumanns Arbeiter war. Schwielige Hände, bärenstark und bei Bedarf mit strengem Blick.

Die beiden Mädchen waren die Töchter. Die kleinere muss damals ca.17 gewesen sein und war für uns pubertierende ein weiterer Grund dort gerne hin zu gehen.

Frau Baumann war eine gebürtige Schweizerin. Sie schmiss den Laden in der "Spielhalle" Dort gab es einen Wurlitzer, Billard und einen Flipper. Am Samstag hat sie für uns Kakao gemacht.

Baumann hat auch einer Band einen Raum als Proberaum überlassen. Der Name war Misthaufen und wenn ich nicht falsch liege, haben die auch in der Arena gespielt, die damals besetzt war. Dass die Reichsbrücke eingestürzt ist, habe ich dann vom Tontechniker erfahren. Der wurde Goofy genannt. Bald darauf waren sie nicht mehr da, ich denke die waren dann in der Arena.

Auch um die Zeit, muss der Asperner Flughafen geschlossen worden sein. Jedenfalls fanden wir auf der Gstetten daneben, sehr viele ausrangierte Telefone, die wir zerlegt haben um an die Kupferspulen zu kommen. 1 kg. Kupfer brachte 14 Schilling. Ein Packerl Hobby kostete 12.

Baumann hat auch ungarische Hirtenhunde in einem Zwinger gehalten. Die mit den verfilzten Haaren. Der Pater Faust, also der Nachbar hatte übrigens auch einen Hund in einem Zwinger, mit dem der Messner nach der Messe einen Stierkampf imitierte. Ja und der Kirtag, das war auch sehr schön, ist aber eine andere Geschichte....

Info: Zivilschutzpionier Hans Baumann (Video)

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1. April 1985

Strahlenschutzraum Hirschstetten - gut getarnt

Es wird ruhig um den Zivilschutz, unter vielen wertvollen Materialien befindet sich der Zugang zum Schutzraum.

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13. Juni 2014

Wohnhaus Hirschstettner Straße 87 - erste Arbeiten

Die Stromzuleitung wird aus der alten Hausmauer entfernt und ein Provisorium errichtet.

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Frühjahr 2014

Wohnhaus Hirschstettner Straße 87 - in Planung

Auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Firma Baumann Alteisen errichtet wvg unter dem Titel Lebensraum Schlosspark Hirschstetten bis zum Winter 2015 einen kleinen Wohnbau mit ca. 20 freifinanzierten Eigentumswohnungen und Tiefgaragenstellplätzen.

siehe auch: http://www.wvg.at/

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Frühjahr 2014

Wohnhaus Hirschstettner Straße 87 - Abbruch

Auf dem Grundstück der Firma Baumann Alteisen befindet sich auch das Wohnhaus der Familie Baumann. Herr Baumann ein Handwerker hat das Haus mit zahlreichen selbst hergestellten Schmidearbeiten verschönert. Nun sind die Stunden des Hauses angezählt.

siehe auch: http://www.wvg.at/

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Juni 2014

Wohnhaus Hirschstettner Straße 87 - Strahlenschutz am Ende

Als Vorsorge einer möglichen nuklearen Auseinandersetzung widmete Herr Baumann sein Lebenswerk. Sein selbst errichteter Strahlenschutzraum Hirschstetten sollte seine Familie vor der gefährlichen Strahlenbelastung schützen. Nun sind nur mehr wenige Reste seines Atom-Bunkers erkennbar.

siehe auch: http://www.wvg.at/

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Ende Juli 2014

Wohnhaus Hirschstettner Straße 87 - Fundergasse

Der Jugendraum und das Einfahrtstor an der Hirschstettner Straße sind abgetragen, das ehemalige Wohnhaus und weitere Baureste sind entfernt und der Bauplatz planiert. Nun reicht der Blick von der Fundergasse bis zum Ortskern.

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Juni 2015

Wohnhaus Hirschstettner Straße 87 - Wilde Übernahme

Die Natur erobert den Bauplatz auf dem Grundstück der ehemaligen Eisenhandlung Baumann und des Strahlenschutzraum Hirschstetten.

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Februar 2016

Wohnhaus Hirschstettner Straße 87 - Baustelleinrichtung

Der Wildwuchs am ehemaligen Grundstück der Eisenhandlung Baumann wird entfernt und die ersten Baucontainer angeliefert.