Nachdem vorigen Herbst Wasserrohre entlang der Quadenstraße verlegt, die Künette zugeschüttet, Fahrbahn und Gehweg asphaltiert und frischer Rasen gesät wurde, wird nach wenigen Monaten zwischen Emichgasse und Murraygasse der Grünbereich neben dem Gehsteig wieder entfernt und der Untergrund verdichtet.
Die Verkehrswege sind schon asphaltiert, die Durchfahrt aber noch gesperrt, vermutlich fehlt noch eine dünne Asphaltschichte auf der Fahrbahn, denn zum Altbestand und Radweg besteht noch eine kleine Unebenheit.
Verkehrsminister Peter Hanke spricht sich klar für umweltfreundliche Mobilität aus und möchte die E-Mobilität durch mehr Lade-Infrastruktur fördern. Leider hat die österreichiche Auto(zuliefer)industrie bisher recht wenig in diese Richtung unternommen. Auch beim Neubau von (Gemeinde-)Parkplätzen wird derzeit keine E-Lademöglichkeit geschaffen.
Außerdem möchte er den Umstieg auf die Bahn fördern, indem Bahnstrecken, die von der Bevölkerung geschätzt werden, erhalten und ausgebaut werden.
Daraus ergeben sich gleich einige Fragen fürs Grätzl:
Wann wird die Zugdichte auf der Ostbahn erhöht, die Intervalle der S80 verkürzt, die S80 bis ins Marchfeld verlängert (die Strecke ist vorhanden) und die Station Lobau revitalisiert?
Wann wird endlich jeder U-Bahn-Zug (U1, U2, U6), auch an Tagesrandzeiten, bis zum Streckenende geführt, damit auch jene, die lange arbeiten (müssen), mit den Öffis möglicht rasch nach Hause an den Stadtrand gelangen?
Der Asperner See lockt in den Sommermonaten viele Gäste aus anderen Bezirken. Die U-Bahn gleich neben der Bade- und Partymöglichkeit lockt mehr Menschen an den See, als dieser und die Anwonenden vertragen können. Durch Gespräche und Informationen soll ein gutes Miteinander mit allgemein bekannten Verhaltensregeln ermöglicht werden.
Nach der Verabschiedung der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule aus dem Campus-Projekt stockt die Entwicklung der Idee, wobei die neun beteiligten Religionsgemeinschaften freundschaftliche Solidarität einigt.
Der vorgesehene Standort zwischen U-Bahn und See, im Eigentum der Stadt Wien, steht immer noch zur Verfügung, jedoch die Projektfinanzierung ist offen.
Entlang des Feldes am Buschried schlängelt sich der Gleiskörper der neuen Straßenbahnlinie 27 begrenzt von Büschen und Alleebäumen. Die Haltestellen Schukowitzgasse und Stemolakgasse (mit Sitzbank) sind schon erkennbar.
Nach jahrelanger Unpassierbarkeit der Emichgasse beginnen nun die Arbeiten zur Herstellung von Fahrbahn, Radweg und Gehsteig.
Im Sinne des Klimaschutzes, der Errichtung neuer Radwege und einer lebenswerteren Gestaltung der Wagramer Straße wurde der Bus 22A, eine Grätzl verbindende Linie im Bezirk, während der Bauarbeiten nur bis Kagraner Platz (U1) kurz geführt. Nun fährt der Bus wieder bis zur ursprünglichen Endstelle U-Bahn Kagran und erreicht so auch das Donauzentrum bzw. das neue Bezirkszentrum, hält aber nicht mehr bei der Steigenteschgasse. Durch das Auflassen dieser ehemaligen Haltestelle wird die Verbindung zwischen Bezirksteilen weiter eingeschränkt.
Im Sinne des Klimaschutzes und der angestrebten Verringerung des Individualverkehrs muss der öffentliche Verkehr auch in den Stadtrandgebieten und zu den Tagesrandzeiten attraktiv nutzbar sein. U-Bahn Stationen wo keine Züge halten, U-Bahn Intervalle von 15 Minuten sowie Preissteigerungen um 30% locken keine neuen Fahrgäste an.
Stolz präsentieren (v.l.n.r.) Angelika Pipal-Leixner, Mobilitätssprecherin NEOS; Ernst Nevrivy, Bezirksvorsteher Donaustadt; Selma Arapovic, Klubobfrau der NEOS Wien; Alexandra Reinagl, Vorsitzende der Geschäftsführung Wiener Linien; Ulli Sima, Stadträtin für Mobilität, Stadtplanung und Wiener Stadtwerke; Georg Papai, Bezirksvorsteher Floridsdorf; Josef Taucher, SPÖ-Klubvorsitzender & Vorsitzender des Unterausschusses der Wiener Stadtwerke; die bezirksverbindende neue Straßenbahnlinie 27 in der Haltestelle Schukowitzgasse. Von Strebersdorf kommend fährt die Bim auf den Langsamfahrstellen der Linie 26 über die Donaufelderstraße - Kagraner Platz - Gewerbepark - Hirschstetten und zweigt bei der Zanggasse auf die 2,4 km lange Neubaustrecke mit 6 neuen Stationen ab. Mobilitätsstadträtin Ulli Sima betont die klimafitte Gestaltung ganz nach dem Motto Raus aus dem Asphalt
durch die Errichtung von 800 Meter Grüngleis (derzeit noch als Schotterbereich erkennbar, auf einem fruchtbaren Ackerboden).
Georg Papai, Bezirksvorsteher Floridsdorf; hebt die deutliche Verbesserung der Querverbindung zwischen Floridsdorf und Donaustadt und die Verstärkung auf dem gemeinsamen Abschnitt mit dem 26er hervor. Eine Verdichtung der Intervalle von derzeit 3 Minuten in der Früh und 6 Minuten am Abend wäre wirklich wünschenswert, um das Fahrgefühl durch mehr Platz in den Garnituren zu verbessern.
Betriebsstart: 6. Oktober 2025
Dass die Linie 26 zur Verstärkerlinie mutiert, tagsüber bis Strebersdorf verkehrt und in den Tagesrandstunden nur bis Floridsdorf geführt wird, war in keiner Werbebotschaft verpackt.
Kein gutes Vorzeichen für die neue Linie ist ein Gleisschaden in der Ziegelhofstraße am Abend nach der Premierenfahrt.
Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) kündigt eine baldige Entscheidung über den Bau des Lobautunnels an, obwohl zahlreiche Gerichtsentscheidungen und Genehmigungen ausstehen. Gemeinsam mit Hartwig Hufnagl, dem Vorstandsdirektor der ASFINAG, werden die Pläne für die S1 - Wiener Außenring Schnellstraße präsentiert, so dass bereits im Frühjahr 2026 mit der Errichtung des 10,8 km langen Abschnittes zwischen Süßenbrunn - Raasdorf - Essling - Groß-Enzersdorf begonnen werden kann.
Bereits vor den 1970er Jahren sollte das Wiener Verkehrsproblem
durch eine weitere Donauquerung und ein Autobahnband durch die Stadt gelöst werden. Versprochen wurde die Entlastung verstopfter Straßen. Trotz zahlreicher Verbreiterungen und zusätzlichen Straßenbauten ist dieses Versprechen bis heute nicht eingelöst und kann auch nicht ohne wirtschaftliches, gesellschaftliches, strukturelles Umdenken verwirklicht werden.
Grabungen neben der Fahrbahn nahe dem Bahndamm (auf Höhe Bahnfeldweg 33) legen die Fernwärmeleitungen samt begleitende Kabelstränge frei.
Soll hier eine Abzweigung Richtung Hausfeld erfolgen?
Nach jahrelanger Blockierung durch Tunnelbauarbeiten in der Emichgasse wird die Straßengestaltung langsam abgeschlossen. Zebrastreifen und Parkbereiche sind markiert, Masten für die Ampelanlage vor den Blumengärten in der Quadenstraße schon aufgestellt.
In geheimer Mission, mit wenigen Medienvertretern ohne die Anrainer teilhaben zu lassen, ging die Probefahrt vorüber.
Die Hirschstettner Allee präsentiert sich aufgeräumt und wird von (deutlich weniger als 300) Bäumen gesäumt. Bei den Haltestellen mitten am Feld sind die Fahrgäste (noch) Sturm und Regen ausgesetzt, denn Wartehäuschen fehlen (noch). Über die zweite (*) Mayrederbrücke mit Haltestelle und Zugang zur U2-Aspern Nord gelangt die Bim in die Seestadt zum Nelson-Mandela-Platz. Dieser Vorplatz zur U2-Station und Umsteigeknoten zu zahlreichen Buslinien gleicht allerdings noch sehr einem Bauprojekt mit unzähligen Bauzäunen, Absperrungen und Umleitungen für zu Fußgehende. Beeteinrahmungen fehlt noch die Bepflanzung und der Fußweg zu den Wohngebieten der Seestadt ist auch nur wenig einladend gestaltet.
Hoffentlich halten die Langsamfahrstellen auf der Donaufelder-/Schloßhofer Straße den dichten Zugsfolgen von drei Straßenbahnlinien stand.
(*) Zur Übersetzung der U-Bahn/Ostbahn/Stadtstraße entstehen nahe Aspern Nord fünf Brückenbauwerke: zuerst errichtet Fußgängerzugang zur U-Bahn und Ostbahn, gefolgt von einer Rad- und Fußgängerbrücke gleich neben der Station, nun ergänzt durch die Straßenbahnbrücke sowie zwei Auto-Anschlussbrücken an die S1-Stadtstraße (Seestadt Ost+West).
Die Arbeiten an der Zufahrt zur Stadtstraße über Quadenstraße - Am Friedhof - Spargelfeldstraße - Tunnelportal sorgen für erhebliche Verkehrsbehinderungen:
Durch die Sperre der Quadenstraße ist die Zufahrt zur Claretinergasse (Siedlung) nur mit PKWs möglich.
Am Friedhof ist (theoretisch) nur für Baustellenfahrzeuge erreichbar.
Die Zu- und Abfahrt zum Parkplatz bei den Blumengärten ist nur von der Oberfeldgasse (via Einbahnsystem) her möglich.
Aber wer trägt die Kosten?
Wer trägt die weiteren laufenden Kosten?
Welche Ausgaben sind nachhaltig und bringen Vorteile für die Zukunft?
Die Verantwortlichen in der Klimamusterstadt Wien investieren in viele kleine Grätzlprojekte für mehr Abkühlung und mehr Lebensqualität. Auf der anderen Seite fordern diese Verantwortlichen massiven CO2-Ausstoß durch den Bau des Lobautunnels?!? Wobei der Betrieb dieser neuen Straßenverbindung auch noch weitere Emmissionen und Kosten verursacht!
Mit der Errichtung der der nordöstlichen Stadtumfahrung (Zubringer zum Lobautunnel) ab 2026 werden große fruchtbare Feldflächen versiegelt, woduch die Umgebungstemperatur deutlich ansteigen wird. Dies hat Auswirkungen auf die Lebensqualität mit mehr Lärm Tag und Nacht, nicht nur in unmittelbarer Nähe, sondern dies beeinflusst auch die Durchlüftung der Stadt. Durch den Wegfall der Anbauflächen, müssen Nahrungsmittel und Gemüse weitere Strecken transportiert werden, was neben Qualitätseinbußen zu Erhöhung des CO2-Ausstoßes, höherem Verkehrsaufkommen und höheren Kosten führen wird!
Innerhalb der Stadt werden laufend neue Stadtteile mit Wohnungen und Betriebsansiedlungen erschlossen. Dabei werden tw. ehemalige Betriebsstätten revitalisiert, um den Bodenverbrauch zu optimieren. Leider wird selten vorhandene Bausubstanz bzw. Infrastruktur genutzt. Zahlreiche ehemalige Großbetriebe (Biro, Siemens, GM, DZH, ...) verfügten über einen Bahn-Gleisanschluß und riesige Hallen. Vieles wurde planiert und demontiert. Die vorhandenen Anschlüssse ans Bahnnetz hätten umweltfreundlich für An- und Auslieferung insesondere von Logistikunternehmen genutzt werden können. Stattdessen werden hochrangige Straßen für LKW-Verkehr nahe den (neuen) Wohnsiedlungen errichtet, um noch mehr Verkehr und Stau IN die Stadt zu bringen.