Die österreichische Post weitet, nach einer erfolgreichen Testphase in den Bezirken Innere Stadt, Leopoldstadt, Landstraße und Wieden seit Oktober, die Zustellung von Paketen auch auf die Bezirke Josefstadt, Alsergrund, Ottakring, Hernals, Währing, Döbling, Brigittenau, Floridsdorf und Donaustadt aus.
Die höheren Gebühren werden durch die Versender übernommen. Die Aufnahme der Sonntagzustellung in den restlichen Bezirken soll kontinuierlich bis zum Sommer erfolgen.
Mit dem Beschluss der neuen Geschäftsordnung bei der 68. Wiener Gemeinderatssitzung soll mehr Transparenz in die Bezirkspolitik Einzug halten. BV-Sitzungen sollen im Livestream übertragen und in der Mediathek abrufbar sein, Protokolle, Anfragen und Anträge sollen ebenfalls digital einsehbar werden.
Durch die Digitalisierung wird die Arbeit der BV, wie bereits auf Gemeindeebene realisiert, papierlos werden und die Dokumentation via DigiPol erfolgen.
Die Donaustadt ist mit etwa 230.000 Bewohner:innen der am stärksten wachsende Bezirk. Diese Menschen benötigen Wohnraum, der attraktiv und leistbar ist. Realisiert werden zahlreiche Stadtentwicklungsprojekte, teilweise mit privater Finanzierung, so dass die Flächen so eng wie möglich bebaut und maximale Wohnflächen mit minimalem Grünraum geschaffen werden. Die Mischung aus gefördertem Wohnbau und luxuriösen Eigentumswohnungen führt zu Leerstand bzw. Kurzzeitvermietung.
Bei dieser intensiven Besiedelung wird von Politik und Immobilienbrache stets der Vorteil der Donaustadt mit weitläufigen Erholungsräumen hervorgehoben, jedoch verschwinden laufend genau diese weitläufigen oder klein strukturierten Ackerflächen, die das angenehme Klima der Donaustadt ermöglicht haben. Es wird sogar darüber nachgedacht vorhandene Gartenbereiche der alten Siedlungsgebiete zur Nachverdichtung zu nutzen.
Bei all diesen Planungen wird allerdings nicht bedacht, dass die vorhandene und angesiedelte Bevölkerung steigenden Bedarf an Nahversorung mit regionalen Produkten, attraktiven öffentlichen Verkehrsverbindungen (auch innerhalb des Bezirks und ans andere Ende von Wien), ärztlicher Versorung mit allen Fachrichtungen in Gehdistanz, Kinder- und Seniorenbetreuung nicht nur privat finanziert u.v.m. hat.
Die politischen Vertreter haben sehr unterschiedliche Ideen, wie sie die Anforderungen an den Klimaschutz und die Bedürfnisse der Bevölkerung erreichen wollen: der Bezirk soll der lebenswerteste bleiben (Umsetzungsideen???), Gartensiedlungen erhalten, Betonflut und Planungschaos eindämmen, Rückzugsgebiete erhalten, Parkchaos und Öffiüberlastung beenden (wie???), Flächenwidmung anpassen, sinnvolle Fußgänger- und Begegnungszonen einrichten, umweltschonende Mobilität attraktivieren, mehr Bäume zur Kühlung der Straßen pflanzen, Hundefreilaufzonen und Radfahrverbot auf der Donauinsel schaffen, mehr Angebote für Jugendliche und mehr Parkplätze realisieren, Radfahrende gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern nicht bevorzugen, bessere Gesundheitsvorsorge und Primärversorgungszentren einrichten.
Ob sich all diese Ideen gemeinsam, ökologisch im Bezirk umsetzen lassen, bleibt abzuwarten.
Tatsache ist (Werte gerundet, Stand 2024):
Arbeiten und wohnen im Bezirk: 21.000 Menschen (Einpendler 50.000, Auspendler 75.000)
Bezirksausgaben: 21 Mio. EUR davon für Straßen & Verkehr 39%, Bildung 29%, Kultur, Jugendliche, Pensionisten 11%
Bevölkerungsentwicklung (2014-2024): +31% (Simmering bzw. Favoriten +18%, Wien +14%)
Hunde: 42 (3 in Wien) pro 1000 Bewohner
Hundeauslauffläche: 12m² (20m² in Wien) pro Hund
Autos: 410 (360 in Wien) pro 1000 Bewohner
Am Lotte-Hass-Weg 2 eröffnet den Klub+ All in Breitenlee, ein moderner und barrierefreier Klubstandort feierlich. Der bisherige Klubstandort am Markweg 88 ist verlassen.
Nach den zahlreichen Greenwashing-Aktionen
der Stadtregierung wird nun die im Kreisverkehr endende Sackgasse Franz-Fellner-Gasse durch den beschaulichen Grünbereich, angrenzend an die Kleingartensiedlung am Feuerwehrweg, zur Rothergasse verlängert. Es werden Bäume und Sträucher gerodet, um parallel zum wenige Meter entfernten Ostbahnweg bzw. der Stadlauer Straße einen weiteren Grünbereich als Zubringer zur Stadtstraße und zum Autobahnknoten Hirschstetten zu versiegeln.
Mit frischen Trieben präsentiert sich der Eingangsbereich Süd (Quadenstraße 15). Die ehemalige Schmetterlingswiese wird von einer neuen Zufahrtsstraße zu den Werkstätten durchzogen. Eine Rohrbrücke samt Schlauchleitung und Filtercontainer (?) zur Entwässerung (?) des Tunnels der Stadtstraße stört das Frühlingsbild.
Nach der Erweiterung und Neugestaltung der Filiale an der Quadenstraße 65 werden die Anwohner nicht nur mit frischem Brot und Gebäck verwöhnt, im Cafe und Gastgarten werden auch Bäckerfrühstück, Konditor-Schnitten und hausgemachtes Eis serviert.
Der Verein Entdecke und Bewahre Natur (EBN) gemeinsam mit der Tierecke der Kronen Zeitung und der Vetmeduni Wien versuchen im gemeinsamen Projekt die Wildtierpopulationen in Städten und Siedlungsgebieten zu erforschen.
Zentraler Bestandteil des Projekts ist die Dokumentation der Beutetiere von Freigängerkatzen. Viele Freigänger bringen ihre Beute mit nach Hause und liefern dadurch wichtige Informationen über Wildtiere in der Umgebung.
Fotos und Informationen können über Wilde Nachbarn und Stadtwildtiere übermittelt werden.
Ende des Projekts: September 2026
Seit langer Zeit wird in Wien diskutiert, ob die Lobau eine eigene Straße braucht. Paris hat dieses Problem bereits vor Jahrzehnten gelöst und die Rue de Lobau
im 4. Bezirk errichtet.
Obwohl sich die Stadtgärtner bemüht haben, den mit Müll zugewachsenen Bunker
unter der urwaldartig bewachsenen Waldfläche zuzuschütten und die beiden Zugänge unter Erdhügeln zu verstecken, sind die beiden Abgänge als Zeitzeugen wieder zum Vorschein gekommen.
Von diesen alten Bunkeranlagen
gab es im (entfernteren) Umkreis zum Flugplatz Aspern mehere. Ein weiterer bestand am Rande des Hirschstettner Parks nahe der Stadlauer Straße beim Krautgarten. Dieser wurde etwa zur gleichen Zeit, wie der in der Anfanggasse zugeschüttet, als der Park zum Krautgarten hin erweitert wurde. Allerdings wurden dort die Eingänge abgetragen und keine Hügel angelegt.
All diese Stellungen waren L-förmig angelegt und bestanden stets aus einem langen und einem kurzen Gang. Die rechtwinkeligen Durchgänge waren kaum breiter als die noch sichtbaren Zugänge. Die Stiegenabgänge waren nicht sehr lang, sodass die Betondecke samt deckender Erdschicht nicht sehr dick sein konnte. Die meisten in den 1970 Jahren noch zugänglichen unterirdischen Gänge waren recht kurz angelegt, so dass diese durch Tageslicht (gut) beleuchtet waren. Vermutlich war der lange Tunnel in der Anfanggasse in den 1970er Jahren nicht mehr durchgängig.
Genutzt wurden diese zur Luftraumüberwachung für den Flugplatz Wien-Aspern, den Funkern diente der Unterstand vermutlich als Splitterschutz. Über die Nutzung dieser Schutzräume
durch Zivilbevölkerung liegen keine Infos vor.
An der Strecke zur Station Schukowitzgasse enden die Vorbereitungen zur Gestaltung des Grüngleises. Die Randsteine zur Haltestelleninsel sind schon versetzt und Bäume entlang des Gleises säumen den Anstieg zur Meyrederbrücke beim Umsteigeknoten Aspern Nord.
Bereits deutlich erkennbar ist, neben der Stadtstraßenbaustelle, die Hirschstettner Hauptallee - diese liegt vollständig im Bezirksteil Breitenlee - mit der Straßenbahntrasse, vielen Oberleitungsmasten, zahlreichen gepflanzten Bäumen und den Baustraßen, die sich vermutlich noch in Rad- und Gehwege verwandeln.
Gleichzeitig werden von verschiedenen Teams Visionen entwickelt, wie aus dem fruchtbaren Feld nachhaltiger Grünraum, für die zukünftigen 11.000 Wohnenden, entstehen soll.
Nach der Übernahme des Gebiets rund um den ehemaligen ÖBB-Verschiebebahnhof Breitenlee versucht die Stadt Wien durch intensives naturschutzfachliches Management die Artenvielfalt an Pflanzen und Wildtieren zu fördern und dieses einmalige Biotop als Forschungs- und Beobachtungsgebiet für Kinder und Familien zu gestalten.
Erste Forschungsworkshops werden für Schulen bereits angeboten. Im Rahmen der Kinderuni können Familien im Freiluft-Labor forschen und spannende Neuigkeiten erfahren.
Nach dem Abriss des 1970 errichteten Bezirkszentrum sollen 300 Wohnungen mit kulturellen, gewerblichen und sozialen Angeboten entstehen. Projektiert sind eine Bücherei, ein neuer Veranstaltungssaal, ein Krisenzentrum für Kinder und Jugendliche, eine Apotheke und ein Pensionistenklub ergänzt durch Grünräume.
Hoffentlich wird bei der Umgestaltung das, als Denkmal geschützte, Ornamentale Relief
(HERIS-ID: 66534, Objekt-ID: 79432) von Peter Weihs versehentlich entsorgt.
Der Anlieferbereich der Billa-Filiale in der Ziegelhofstraße/Pirquetgasse und der Parkbereich neben dem BIPA-Markt werden aufgegraben. An diesen Stellen wird das Verkaufsgebäude erweitert. In weiterer Folge soll auch der gemeinsame Eingangsbereich von BIPA, Libro und Billa umgestaltet werden.
Geplantes Ende der Arbeiten: Mitte Dezember 2025