Die Arbeiten in der Murraygasse verlagern sich nun zwischen Markweg und Quadenstraße. Auch in der Wiese nahe der Tabak Trafik wird gegraben und die Zementlösung in den Untergrund eingebracht.
Info: Anrainerinformation vom 07.12.2016
Bei den Bodenstabilisierungsarbeiten wird ein Zementgemisch mit etwa 300 bar in den Untergrund verpresst, bis der Schlamm wieder die Oberfläche erreicht. Durch das langsame Aushärten wird der Boden gefestigt und das Grundwasser verdrängt.
Im Bereich Murraygasse/Schrebergasse verteilt sich das Zementgemisch großflächig unter den Gärten und gelangt, vermutlich über einen Putzschacht, in die Kanalisation der Siedlungshäuser. Nach zwei Monaten ist der Zementschlamm im Kanalrohr so weit ausgehärtet, dass der Abfluss vollständig verstopft wird. Das Abwasser sammelt sich zuerst in den Putzschächten in den Gärten und ergießt sich anschließend in die Keller.
Ohne sanitäre Anlagen sind die Siedlungshäuser kaum bewohnbar. Der Versuch die Verstopfung auszufräsen scheitert.
Die sanfte Methode das Rohr frei bekommen führt nicht zum Erfolg, also muss, das durch die Gärten verlaufende Kanalrohr ausgegraben und ersetzt werden.
Erst jetzt wird das Ausmmaß der Verstopfung sichtbar, mehrere Meter Rohrabgüsse werden geborgen. Fünf Gärten sind von der Grabung betroffen. Die Arbeiten und eingesetzten Baumaschinen hinterlassen massive Umgestaltungen in der Gartenlandschaft.
Da Anrainer seit Wochen über Gasgeruch in der Spandlgasse klagen wird am Sonntag ab 2 Uhr nachts aufgegraben. Es wird festgestellt, dass das Rohr vermutlich durch Erschütterungen undicht wurde. Die Arbeiten dauern die ganze Nacht und den ganzen Tag bis das Rohr abgedichtet werden kann und die Baugruben wieder verschlossen werden.
Die Grube ist ausgehoben, das Baustahlgerüst eingebracht und die erste Schicht Beton lässt die Form des Sammelbeckens schon erkennen. Auch an den Zu- und Abflusskanälen wird fleißig gearbeitet.
Das neue Hebewerk wird mit zwei Schneckenpumpen ausgestattet, die Regenwasserpumpe arbeitet mit einer Förderleistung von 1.000 Liter pro Sekunde und die Schmutzwasserpumpe schafft bis zu 140 Liter pro Sekunde. Ein ausgeklügeltes Netz an Pumpstationen und Auffangkapazitäten des Rohrnetzes ermöglicht es die Abwasserströme optimal zur Hauptkläranlage in Simmering zu leiten.
siehe auch: https://www.wien.gv.at/umwelt/kanal/baustellen/emichgasse.html
Das Abflussrohr vom neuen Pumpwerk in der Spandlgasse zum Bahndamm und weiter zum Contiweg mit einem Durchmesser von 1 Meter ist verlegt und teilweise schon unter dem Asphalt verschwunden.
Die Eisenbahnkreuzung Contiweg ist wieder frei befahrbar.
siehe auch: https://www.wien.gv.at/umwelt/kanal/baustellen/emichgasse.html
Langsam erheben sich die Bauteile des Pumpwerks Spandlgasse aus der Grube. Viel Eisen umkränzt die Pumpstation.
siehe auch: https://www.wien.gv.at/umwelt/kanal/baustellen/emichgasse.html
Im Gasthaus Schina wird gefeiert bei Livemusik mit den Men Of Paradise und gutem Essen aus der traditionsreichen Küche des Wirts Kurt Schina.
Medienbericht: Kronen Zeitung Wien vom 09.03.2017
Das alte Pumpwerk in der Emichgasse ist ein unscheinbares Häuschen mit versenkten Schnecken. Das neue Hebewerk in der Spandlgasse, gleich neben dem Siedlungshaus, ragt deutlich in die Höhe, vier Kammern sind erkennbar. In der Murraygasse wird bereits der Zuflusskanal betoniert und die Wiese nahe der Quadenstraße wird mit einem riesigen Bohrer aufgelockert.
siehe auch: https://www.wien.gv.at/umwelt/kanal/baustellen/emichgasse.html
Die Betonarbeiten werden abgeschlossen und die Förderschnecken eingesetzt.
Langsam frisst sich die Betonfräse durch den verdichteten Untergrund. Meter für Meter rückt die Baugrube weiter Richtung Quadenstraße und blockiert den Verkehr. Stück für Stück wird ein neues Kanalrohr betoniert, tief unten in der Grube, oft queren Versorgungsleitungen den Bauschacht. Kontinuierlich wächst der Schutthaufen vor den Wohnhäusern in der Guido-Lammer-Gasse.
siehe auch: https://www.wien.gv.at/umwelt/kanal/baustellen/emichgasse.html
Die Schnecken sind nicht mehr sichtbar, dieser Bereich ist bereits mit Betonplatten abgedeckt, der Zugang ist nun über das Maschinenhaus möglich.
Gleichzeitig frisst sich die Betonfräse langsam durch die Murraygasse und Kanalröhre werden betoniert.
An der Quadenstraße wird die Wiese durchpflügt und immer wieder finden sich alte Rohrleitungen, die neben der Baugrube zu liegen kommen.
Die Baugruben auf der Wiese entlang der Quadenstraße sind zugeschüttet, es bleibt eine Spur der Verwüstung. Im nächsten Schritt werden die Verbindungen an der Kreuzung Quadenstraße - Murraygasse - Ziegelhofstraße hergestellt, die Blumeninsel ist entfernt und die Fahrbahn bereits aufgeschlitzt.
Die Abdeckung der Förderschnecken ist abgedichtet, der Großteil der Baugruben ist wieder zugeschüttet und das Hebewerk in der Spandlgasse nimmt seinen Betrieb auf. Nun werden nach und nach die Zuflüsse zum neuen Sammelkanal in der Murraygasse hergestellt.
Das in die Jahre gekommene Pumpwerk Emichgasse wurde bereits abgeschaltet. Auch das Material am Lagerplatz in der Guido-Lammer-Gasse wird immer wenig.
Nachdem die Arbeiten zur Kanalverbindung Quadenstraße - Murraygasse abgeschlossen wurden, wird nun auch der Sammelkanal von der Ziegelhofstraße eingebunden. Der Verkehr wird wechselweise an den Baugruben vorbeigeführt, die Blumenbeete mussten weichen.
Die Abdeckung der Förderschnecken beim neuen Pumpwerk in der Spandlgasse ist begrünt, der Geräuschepegel variiert je nach Laufgeschwindigkeit der Schnecken. Die mit Gitterabdeckungen versehenen Kanalschächte im Siedlungsgebiet Kriegerheimstätten sorgen für eine gleichmäßige Geruchskulisse.