Die Strecke der Ostbahn ist bis Marchegg elektrifiziert, alle Bahnhöfe sind barrierefrei umgebaut, verfügen über Park/Bike and Ride Anlagen und sämtliche Eisenbahnkreuzungen sind aufgelassen. Jedoch die S-Bahn S80 endet immer noch in Aspern-Nord.
Somit hat sich das Angebot für die Pendler nicht wirklich verbessert, es bleibt bei zwei (nun elektrifizierten) Zügen pro Stunde zum Wiener Hauptbahnhof.
Medienbericht: Heute vom 08.12.2022
Vorsicht Glatteis heißt es beim Zugang zur U2-Station Hausfeldstraße und beim Ostbahn-Durchgang Hasibederstraße. Weder die ÖBB, die Wiener Linien noch die Straßenreinigung sorgen auf diesem Niemandsland für optimale Pflege.
Der Gemeinderat beschloss gemeinsam mit dem Verkehrsverbund-Ost-Region (VOR) und den Bund eine Verlängerung des Verkehrsdienstvertrages mit der ÖBB um weitere vier Jahre (2029-2033). Die bisherigen 46 werden auf 57 Millionen Fahrplankilometer erhöht und sorgen für eine Interwallverdichtung z.B. auf der Südstrecke bis Liesing ab 2024 und ein 15-Minuten-Takt ist auf der S80 ab 2029(!!!) geplant.
Medienbericht: ORF-Wien vom 22.11.2023
Medienbericht: Mein Wien - Monatszeitung der Stadt Wien vom 22.12.2023
Die Machbarkeitsstudie zur Umsetzung eines Schnellbahnringes in/um Wien, im Koalitionsübereinkommen der SPÖ und den NEOS festgelegt, zeigt auf, dass dieser durch die Teilung in zwei Linien und der Errichtung weniger neuer Haltepunkte (entlang der Donau) machbar und sinnvoll wäre. Eine Umsetzung ist nach Abschluss derzeit laufender Infrastrukturmaßnahmen der ÖBB ab 2032 möglich, indem die S80 (Aspern Nord - Hütteldorf) und S45 (Hütteldorf - dzt. Handelskai) über die Donaulände-Bahn beim Praterkai verbunden werden, aber weiterhin als zwei getrennte Linien mit Umstiegsmöglichkeiten Praterkai und Hütteldorf geführt werden.
Vielleicht wird dieses Projekt sogar weitergedacht und führt zu einem weiteren Lückenschluss auf der (dzt. grünen, noch vorhandenen) Bahntrasse Aspern Nord - Breitenlee - Leopoldau und erschließt das rasant wachsende Siedlungsgebiet.
Medienbericht: Mein Wien - Monatszeitung der Stadt Wien vom 22.12.2023
siehe auch: https://wien.neos.eu/sbahnring
In Aspern-Nord wird eine zweigleisige Wendeanlage errichtet, damit die Ostbahnstrecke nach Marchegg nicht durch wartende S-Bahn-Garnituren blockiert wird. Die Einführung eines 15 Minuten Intervalls auf der Schnellbahnlinie S80 ab Herbst würde den Streckenabschnitt zu oft und zu lange blockieren.
Die Gemeinden im Marchfeld befürchten, dass mit der Errichtung der Wendeanlage eine Verlängerung des S-Bahn-Betriebs über die Stadtgrenze hinaus in weite Ferne rückt.
Medienbericht: Wiener Bezirkszeitung Donaustadt vom 06.03.2024
Die Vorbereitungen zum Abbau der, für den Tunnelbau der Stadtstraße, notwendigen Hilfsbrücke auf der Ostbahnstrecke beginnt. Der Schwerlastkran der Firma Felbermayr ist bereits in Position gebracht. Das riesige Kranfahrzeug schwebt
auf seinen Hydraulik-Stempeln über dem Tunnelbauwerk.
Info: Hauswurf (ÖBB) vom 01.2024
Die auf der Ostbahnstrecke eingesetzten Hilfsbrücken zur Absicherung der Tunnelbaustellen zur Stadtstraße nahe dem Contiweg und der Hausfeldstraße (errichtet im Herbst 2022) werden abgebaut. Der Zugsverkehr zwischen Erzherzog-Karl-Straße und Raasdorf ist eingestellt, ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.
Info: Flyer (ÖBB) vom 01.2024
Info: Schienenersatzverkehr (ÖBB) vom 01.2024
Info: Hauswurf (ÖBB) vom 31.01.2024
siehe auch: https://www.oebb.at/de/fahrplan/baustelleninformation/bauarbeiten-wienhbf-marchegg
siehe auch: https://www.hirschstetten.info/beitrag.php?hid=3362
Am Beginn der Wiener Semesterferien (Streckensperre), Sonntag Vormittag, wird die Behelfsbrücke nahe der Unterführung Hausfeldstraße ausgehoben.
Nach dem gleichzeitigen Abbau und Abtransport der beiden Behelfsbrücken über die Tunnelbaustellen zur Stadtstraße nahe dem Contiweg und der Hausfeldstraße wird der Bahndamm über dem (an dieser Stelle bereits fertig gestellten) Straßentunnel schichtweise aufgeschüttet, verdichtet, das Gleisbett errichtet und die ursprünglichen, zwischengelagerten Gleise samt Schwellen wieder verlegt. Nur die Oberleitung muss noch korrekt aufgehängt und im Betrieb genommen werden, damit der reguläre Zugsverkehr am Montag (nach den Semesterferien) wieder aufgenommen werden kann.
Zeitgleich mit der Errichtung der neuen Straßenbahnbrücke beginnen auch die Arbeiten zur Umgestaltung des (erweiterten) Vorplatzes der ÖBB und U-Bahn Station Aspern Nord. Der ehemalige Aussichtsberg mit Schipiste und Notgalerie ist längst abgetragen, eine Umkehrschleife für die Straßenbahn Linie 27 und 25 werden das Angebot des öffentlichen Umsteigeknotens erweitern. Der Verkehr von der Ostbahnbegleitstraße soll ab der Wolfgang-Mühlwanger-Straße in das Straßennetz der Seestadt (z.B. Doris-Lessing-Allee) integriert werden.
Wegen Sanierungsarbeiten an Gleisen, Bahnsteigen und Brücken ist der Verkehr der Schnellbahn S80 zwischen Wien Hbf - Wien Aspern Nord von
Mo. 04.03.2024 (01:00 Uhr) - Mo. 01.07.2024 (01:00 Uhr) eingestellt.
Die Züge REX8, REX81 und R81 verkehren planmäßig.
ÖBB-Tickets besitzen Gültigkeit auf auf ausgewählten Ersatzstrecken der Wiener Linien:
U-Bahnlinie U2: Aspern Nord - Praterstern
U-Bahnlinie U3: Simmering - Landstraße (Bhf. Wien Mitte)
Autobuslinie 72A: Haidestraße S - Simmering S U
Autobuslinie 76A: Haidestraße S - Enkplatz U, Grillgasse
Autobuslinie 76B: Haidestraße S - Enkplatz U, Grillgasse
Autobuslinie 77A: Praterkai S - Donaumarina U
Autobuslinie 79A: Praterkai S - Donaumarina U
Autobuslinie 79B: Praterkai S - Donaumarina U
Autobuslinie 95A: Aspern Nord - Erzherzog-Karl-Straße / bzw. Genochplatz
Autobuslinie 95B: Hausfeldstraße - Hirschstetten (nächst S-Bahn)
Zusätzlich ist der Betrieb der S80 zwischen Wien Hütteldorf - Wien Hbf eingestellt:
Sa. 23.03.2024 (01:00 Uhr) - Mo. 25.03.2024 (03:00 Uhr)
Sa. 11.05.2024 (01:00 Uhr) - Mo. 13.05.2024 (03:00 Uhr)
Sa. 18.05.2024 (01:00 Uhr) - Di. 21.05.2024 (03:00 Uhr)
Sa. 01.06.2024 (01:00 Uhr) - Mo. 03.06.2024 (03:00 Uhr)
Als Ersatz dienen:
U4: Wien Hütteldorf - Margaretengürtel
U6: Wien Westbahnhof - Wien Meidling (Philadelphiabrücke)
Tram 6: Burggasse-Stadthalle - Wien Westbahnhof - Wien Matzleinsdorfer Platz
Tram 18: Burggasse-Stadthalle - Wien Westbahnhof - Wien Hauptbahnhof
Tram 60: Wien Hietzing - Preyergasse (Bf. Wien Speising) - Hofwiesengasse
Tram 62: Speising, Hermesstraße - Wien Meidling
Bus 56A: Wien Hietzing - Preyergasse (Bf. Wien Speising) - Hofwiesengasse
Bus 56B: Wien Hietzing - Preyergasse (Bf. Wien Speising) - Hofwiesengasse
Info: Flyer (ÖBB) vom 03.2024
siehe auch: https://www.oebb.at/de/fahrplan/baustelleninformation/bauarbeiten-huetteldorf-wienhbf-aspern
Zwischen den beiden Steckengleisen liegt nun ein weiteres Gleis. Die Anschlüsse sind noch nicht vollständig hergestellt, auch die Fahrleitung fehlt noch. Eine Aufschüttung nördlich der Fahrstrecke lässt weitere Ausbauten vermuten.
Panoramafoto 1: hier
Nach Fertigstellung der Bauarbeiten wird der Bahndamm wieder begrünt und unzählige Bäume und Sträucher gepflanzt. Damit war für die ÖBB und die Stadt Wien das Projekt abgeschlossen und wie vielerorts in Wien das Grünzeug sich selbst überlassen.
Kein Wunder, dass nur wenige Pflanzen überlebt haben und der Wildwuchs überhand nimmt. Nahe dem Gladiolenweg pflegen Anrainer (auch schon lange vor dem Ausbau der Bahnstrecke) den Grünbereich am Bahndamm und eine grüne Oase gedeiht prächtig. Danke!
siehe auch: https://www.hirschstetten.info/beitrag.php?hid=1713
siehe auch: https://www.hirschstetten.info/beitrag.php?hid=2190
siehe auch: https://www.hirschstetten.info/beitrag.php?hid=3247
Die Straßenbahnbrücke für die Linie 27 in Aspern Nord wächst Stück für Stück. Der tragende Abschnitt über die ÖBB-Bahngleise scheint (fast) fertig betoniert zu sein, alle Baueisen sind unter dem Beton verschwunden. Seitenwände werden im U-Bahn-Design hergestellt und an der Auffahrt für den Linienbus wird auch gearbeitet.
Der Verschiebebahnhof Breitenlee ist ein Teil einer ehemaligen Verbindungstrasse zwischen Ostbahn und Nordbahn, d.h. die Abzweigung erfolgt nahe der Station Aspern-Nord (das ehemalige Gleisdreieck ist an der Wegführung und Aufschüttung noch deutlich zu erkennen), verläuft zwischen Feldern und Schotterteichen (vielleicht schon bald neue Stadtentwicklungsgebiete), eine Brücke führt über die Breitenleer Straße und taucht in die Wildnis mit ein paar Industrieruinen ein. Nach der Querung der Oleandergasse beginnt das (noch nutzbare) Bahngelände, weitet sich auf zum mehrgleisigen Verschiebebahnhof Breitenlee und ermöglicht die Weiterfahrt über den (Frachten/Personenbahnhof) Süßenbrunn nach Stadlau, Floridsdorf, Deutsch Wagram oder Wolkersdorf.
* In den letzten Jahrzehnten wurde diese befestigte Verkehrstrasse vernachlässigt, da zuerst Material, Personal und Finanzierung fehlten, dann die Transporte vielfach auf die Straßen auswichen und der Personenverkehr stagnierte.
Jedoch in Zeiten der Realisierung von Klimaschutzzielen, verstopften Straßen, verfügbaren öffentlichen (Schnell-)Verbindungen und kostengünstigen Tarifen nutzen wieder mehr Personen die bequemen öffentlichen Verkehrsverbindungen. Auch der umweltfreundliche Güterverkehr rückt wieder mehr in den Fokus, so dass der Ausbau und die Nutzung dieser bereits bestehenden Trasse einen alternativen Verkehrsweg für die Stadtrandbewohnenden sein könnte und neue Schnellverbindungen in/durch die Stadt bieten könnte (auch bei Einschränkungen auf anderen Strecken wegen Sanierungsarbeiten). Vorhandenes nutzen ist nachhaltig und (meist) kostengünstiger als Neues zu entwickeln und umzusetzen.
* In den letzten Jahrzehnten hat die Natur diese ungenutzten Flächen wieder erobert, enger Bewuchs mit Pflanzen bietet auch zahlreichen Wildtieren Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten. Ein schmaler Trampelpfad lädt Naturliebhaber zum Staunen ein, welch Vielfalt sich hier entwickelt hat.
* Möchte die Stadt dieses Gebiet renaturieren
, also Raum der Natur zurückgeben, so ist es vermutlich sinnvoll alten Zivilisationsmüll und Bauruinen zu entsorgen, aber es muss kein Museum geschaffen werden, wo Natur zwischen Industrieschrott
von betonierten Wegen mit Schautafeln zu bestaunen ist. Die Natur wird das bereinigte Bahngelände selbstständig erobern, Neugierige werden einen schmalen Pfad bahnen und wenn die Stadt gelegentlich die Hinterlassenschaften, die nicht in diesen natürlichen Lebensraum passen, entfernen würde, dann wäre diese ein optimales Naturschutzgebiet.
Info: ORF Wien vom 05.07.2024
Info: Wien Plan (Aspern Nord)
Info: Neuer Grünraum (bz22) vom 19.06.2024
Medienbericht: Donaustadtecho vom 06.06.2024
Medienbericht: Mein Wien - Monatszeitung der Stadt Wien vom 06.07.2024
Medienbericht: vienna.at vom 13.6.2024
siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Verschiebebahnhof_Breitenlee
siehe auch: https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Verschiebebahnhof_Wien-Breitenlee?uselang=de
siehe auch: https://www.hirschstetten.info/beitrag.php?hid=2300